Droht Montabaur21? Rathaus-Neubau in der Kritik

Veröffentlicht am 24.04.2014 in Pressemitteilung
Konrad-Adenauer-Platz
Der Konrad-Adenauer-Platz in Montabaur heute

Montabaur - Erst wenige Jahre nach der kompletten Neugestaltung des Konrad-Adenauer-Platzes, die bis heute für Ärger sorgt, möchte die CDU - Mehrheit im Stadt - und Verbandsgemeinderat den Platz zur Hälfte mit neuen Gebäuden zubauen. Das Planungsbüro, das die Machbarkeitsstudie hierzu erstellt hat, bejahte auch die Machbarkeit von Stuttgart 21.

 

Angeführt wird die CDU dabei von Bürgermeister Edmund Schaaf, der offensichtlich die Vision verfolgt, aus Montabaur ein Einkaufszentrum mit riesigen Ladenflächen zu machen. Daher nahm er eine anstehende Sanierung des Verbandsgemeinderathaus zum Anlass, um kurzerhand aus einer Verbandsgemeindesache ein Stadtentwicklungskonzept zu machen. Dies möchte er ilm Verein mit einer britischen Investmentgesellschaft, der das Haus Hissen gehört sowie der örtlichen Kreissparkasse umsetzen.  Der Bürgermeister der Stadt, Klaus Mies, hatte diesem Ansinnen offenbar wenig entgegenzusetzen. Vor allem aber fragt von den Verantwortlichen der CDU niemand nach den Folgen für die Bürgerinnen und Bürger, den Kosten für Stadt und Verbandsgemeinde und der tatsächlichen Realisierbarkeit des Mega-Projekts. Die SPD Montabaur sieht sich deshalb in der Pflicht, die Bürger zu informieren und dafür zu kämpfen, dass sie auch beteiligt werden. Offene Fragen, die sich an die hochfliegenden Baupläne knüpfen, sind: 

 

  • Wo wird künftig der Markt stattfi nden?
  • Was wird aus den Geschäften in unmittelbarer Nähe des oder auf dem Konrad-Adenauer-Platz?
  • Hält die Tiefgarage, die gerade selbst erst saniert wurde, einer solchen Baulast stand?
  • Wie wird der Parkraum der Tiefgarage über Jahre hinweg ersetzt?
  • Welche Geschäfte sollen die großen Flächen von mehreren tausend Quadratmetern beziehen?

 

Das sind nur die hauptsächlichen Fragen, auf die es bislang noch keine Antworten gibt. Es werden sich sicherlich noch weite sehr weitreichende und schwerwiegende Fragestellungen ergeben. Der Vorsitzende der SPD in Montabaur, Harald Birr, äußert grundsätzliche Bedenken auch zur Vorgehensweise: Bevor man in Montabaur einmal wieder ein Bauprojekt von solchen Ausmaßen angeht, müssen erst die Bürgerinnen und Bürger gehört werden.“ Auch im Verbandsgemeinderat, in dem die CDU - Mehrheit das überdimensionierte Projekt schon abgenickt hat, betonte Marcel Moning für die SPD die Wichtigkeit der Bürgerbeteiligung gerade bei Entscheidungen, die das Stadtbild Montabaurs tiefgreifend verändern würden. Daher wird die SPD im anstehenden Wahlkampf dafür werben, die Bürgerinnen und Bürger stärker einzubeziehen.

 

Die Bürger der Stadt und des Gemeindeverbandes Montabaur sind daher aufgerufen, sich für mehr Bürgerbeiteiligung auszusprechen. Dies wollen wir mit einer Unterschriftenliste unterstützen. Sie finden die  Liste hier: Downloads